Verfasst von: aeropersredaktion | 25/03/2011

Medienmitteilung: AEROPERS informiert Mitglieder über GAV-Forderungen

Mediencommuniqué der AEROPERS vom 25.03.2011

AEROPERS informiert Mitglieder über GAV-Forderungen

AEROPERS, der Verband der Airbuspiloten der Swiss International Air Lines, teilte bereits am 21.3.2011 mit, dass die Verhandlungen mit dem Swiss-Management zu einem neuen Gesamtarbeitsvertrag gescheitert seien und dass die Swiss die Arbeitsbedingungen unbedingt verbessern müsse, weil sie sonst die offenen Pilotenstellen nicht besetzen könne. Auf Dauer ginge dies zulasten von Zuverlässigkeit und Sicherheit. Deshalb brauche es jetzt ein Einlenken des Managements.

In den vergangenen Tagen haben zwei Informationsveranstaltungen für die Mitglieder stattgefunden. Damit seien die Piloten von Swiss International Airlines jetzt von ihrem Berufsverband auf den letzten Stand der Verhandlungen gebracht worden. Der Vorstand zeigt sich erfreut über die grosse Beteiligung; an den zwei Veranstaltungen haben über 300 Piloten teilgenommen.

Dabei seien die aktuellen Forderungen von AEROPERS im Plenum vorgestellt und diskutiert worden. Die Hauptanliegen der Piloten seien Verbesserungen im Bereich der Einsatzrichtlinien, der Ruhezeit und der Ferien. Gesamthaft würden die Forderungen zu einer Erhöhung der Pilotenkosten bei Swiss International von 24,9% führen.  AEROPERS vertritt die Meinung, Swiss könne und müsse sich angesichts der hohen Gewinne, die die Airline abwirft, diese Investitionen ins Personal leisten. Es gehe nicht an, dass alle Gewinne nach Deutschland abfliessen, während das hiesige Personal weiterhin unter langfristig unzumutbaren Arbeitsbedingungen diesen Gewinn erwirtschafte. Das Swiss-Management müsse sich die Investitionen sogar leisten, weil das angestrebte Wachstum sonst nämlich daran scheitere, dass es zu wenig Piloten gäbe.

AEROPERS zeige sich erstaunt und verärgert darüber, dass das Management in seiner Mitteilung über den Abbruch der Verhandlungen an die Piloten ein Angebotspaket vorstelle, welches der Verhandlungsdelegation der AEROPERS vorher nie offeriert worden sei. Zudem habe das Management die berechtigten Forderungen der AEROPERS überhöht dargestellt. Während den erwähnten Veranstaltungen habe der Vorstand seine Mitglieder über den tatsächlichen Wert des Angebots des Swiss-Managements aufgeklärt, berichtet AEROPERS weiter.

„Die zahlreich anwesenden Mitglieder haben uns wiederum ihre grosse Unterstützung für unser Vorgehen demonstriert“, sagt Rolf Odermatt, der Präsident von AEROPERS, “genauso wie an der Veranstaltung vom 26. November 2010, als mehr als 300 Piloten vor den Hauptsitz der Swiss in Kloten marschiert sind.“ Schon damals haben die Piloten ihrer Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen, mehr und besser planbarer Erholungszeit und einem branchengerechten Salär unmissverständlich Ausdruck verliehen.

„Wir fordern nur das Notwendige, um den Beruf wieder attraktiv zu machen“, sagt Thomas Steffen, Pressesprecher von AEROPERS. Im Jahr 2010 waren nur 82 von 96 Plätzen in der Swiss Aviation Training, der Pilotenschule von Swiss besetzt. „Wenn dank den geforderten Verbesserungen alle offenen Stellen von geeigneten Piloten besetzt werden können, ist das nur zum langfristigen Wohl der Swiss, ihrer Passagiere und aller Angestellten.“ „Ohne konkurrenzfähige Arbeitsbedingungen keine Piloten und ohne Piloten keine Airline“, so der Verband. Ein zuverlässiges Pilotenkorps ist die Hauptstärke einer Airline und zwingend notwendig für deren nachhaltigen Erfolg.

Bildmaterial einer ähnlichen Veranstaltung vom 26. November 2010 ist unter diesem Link verfügbar.


Responses

  1. […] freue. Dazu kommt noch ein weiterer SFO und die wohlverdienten Ferien. Dazwischen dürfte die eine oder andere Informationsveranstaltung der Aeropers kommen, denn bekanntlich hat die Aeropers die GAV-Verhandlungen abgebrochen und die Kantonale […]


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