Verfasst von: aeropersredaktion | 04/11/2011

Auf zur virtuellen Demonstration gegen die Flughafen-Blockaden!

AEROPERS-Medienmitteilung vom 4. November 2011 

Piloten rufen zu virtueller Demonstration gegen Flughafen-Blockade auf 

Zürich. AEROPERS, der Berufsverband der Airbus-Piloten der Swiss International Airlines ruft dazu auf, mit Fotos von sich selbst auf www.2xnein.com gegen die beiden Flughafeninitiativen zu demonstrieren, über die am 27. November im Kanton Zürich abgestimmt wird. Diese seien unnötig und gefährlich. Das habe der Verband schon letzte Woche aufgezeigt, indem er auf seinem Blog Geräuschsimulationen veröffentlichte, die aufzeigen, dass allein durch technischen Fortschritt der Lärm in den letzten Jahren massiv abgenommen hat und weiterhin abnehmen wird. Ausserdem habe das Stimmvolk auch ohne die Initiativen sowieso immer das letzte Wort bei Flughafenerweiterungen. Durch die beiden Initiativen werde zudem die Sicherheit des Flugbetriebs gefährdet, indem neue Sicherheitsmassnahmen nicht mehr eingeführt werden könnten und die Sicherheit von Arbeitsplätzen vom Arzt über den Bäcker, von der Coiffeuse bis zum Zahnarzt steht auf dem Spiel. 

Die Vorlagen wollen etwas, was die Stimmberechtigten vor kurzem deutlich ablehnten, und was aufgrund einer aktuellen Umfrage Zweidrittel der Bevölkerung immer noch ablehnen: Die Plafonierung des Luftverkehrs. Sie solle vom Zürcher Stimmvolk durch die Hintertür über ein Planungs- und Bauverbot eingeführt werden. Der Gegenvorschlag gehe sogar noch weiter. Er verlange auch noch Verbote von neuen Flugrouten und Schnellabrollwegen, die auch Sicherheit schaffen. Zudem wolle er den Flughafen auf dem Gesetzesweg handlungsunfähig machen.

Das Augenmerk der Piloten gelte der Zuverlässigkeit des Flugbetriebs und der Sicherheit der Passagiere. Ein Entwicklungsstopp für den Flughafen und ein Verbot von neuen Flugrouten und Schnellabrollwegen verhindere auch die Weiterentwicklung der Sicherheit sowie die mögliche Einführung neuer Flugsicherheitsstandards. 

Dass die beiden Initiativen nicht nur gefährlich, sondern auch überflüssig sind, will AEROPERS mit den Lärmsimulationen beweisen. Simuliert wurden je ein Flugzeug der früheren, der aktuellen und der zukünftigen Flotte (DC-9-80, Airbus A319 und Bombardier C300). Massgeblich war das (energetische) Mittel der an der Messstelle in Rümlang (kurz nach dem Start) gemessenen Maximalpegel Lmax [dB(AS)] von Abflügen auf Piste 28. Die zukünftigen Flugzeuge der SWISS vom Lieferanten Bombardier sind nach Herstellerangaben viermal leiser als die der heutigen Flotte. Eine ebenfalls veröffentlichte Karte des Lärmteppichs zeigt anschaulich, wie sehr dieser in den letzten Jahren geschrumpft ist.

„Wir wollen mit diesen Informationen zur Versachlichung der Diskussion beizutragen“, so AEROPERS-Präsident Rolf Odermatt.  

66 % der Zürcher Bevölkerung sind der Meinung, Veränderungen müssten auch in Zukunft möglich sein, 89 % würden Fluglärm für eine gut gehende Wirtschaft in Kauf nehmen und nur 11 % fühlen sich durch Fluglärm gestört. Es sei aber zu befürchten, dass eine kleine Minderheit sich lautstark Gehör verschaffen werde. 

AEROPERS habe sich deshalb zum Ziel gesetzt, die schweigende Mehrheit zu mobilisieren. Zu dieser gehören Stimmberechtigte aus dem ganzen Kanton. Denn die beiden Vorlagen hätten grossen Einfluss auf die Zukunft aller Beschäftigten am Flughafen Zürich. Diese wohnten im ganzen Kanton verstreut, wo sie weitere Arbeitsplätze begünstigten, vom Arzt und Bäcker über die Coiffeuse bis hin zum Zahnarzt. Bei den am Flughafen Zürich angesiedelten Unternehmen arbeiten über 23‘000 Menschen. Davon sind 1’500 bei der Flughafen Zürich AG angestellt und die Swiss beschäftigt in Zürich mehr als 5’500 Mitarbeiter. Die beiden Initiativen seien gefährlich für die Arbeitsplätze im ganzen Kanton und zudem unnötig, weil die Stimmbürger schon heute über jeden Ausbau des Flughafens abstimmen könnten. 

Um die schweigende Mehrheit öffentlich zu mobilisieren, hat der Verband nun auf www.2xnein.com eine Plattform online gestellt, auf der jeder ein Foto von sich veröffentlichen kann, um so gegen die beiden Initiativen zu demonstrieren und kundzutun, dass er oder sie am 27. November 2 x Nein stimmt. Die Fotos können ganz einfach online gestellt werden, indem man sie per E-Mail oder MMS an zweixnein@gmail.com schickt. (Achtung: keine persönlichen Angaben wie Privatadressen usw. mitschicken, denn diese werden automatisch mit veröffentlicht.)


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