Verfasst von: aeropersredaktion | 09/11/2011

Flugverkehrsleiter: 2 x Nein zur Gefährdung der Sicherheit

Nicht nur die Piloten sind aus Sicherheitsgründen gegen die beiden Flughafeninitiativen. Auch Aerocontrol, der Verband der Flugverkehrsleiter, hat sich heute mit einer Medienmitteilung an die Öffentlichkeit gewandt. Den für uns entscheidenden Satz haben wir hervorgehoben. Wer sich um die Sicherheit sorgt, muss 2xNein stimmen.

Zürich Flughafen, 08. November 2011 – Medienmitteilung

Flughafen Zürich: 2x NEIN zu Behördeninitiative 2 und Gegenvorschlag

Am 27. November 2011 entscheidet die Zürcher Stimmbevölkerung über zwei Vorlagen, welche die Bemühungen zur Erhöhung der Flugsicherheit am Flughafen Zürich im Keim ersticken würden.

Die von einigen Zürcher Gemeinden eingereichte Behördeninitiative zielt darauf ab, das Flughafengesetz so zu ändern, dass der Bau neuer Pisten und der Ausbau bestehender Start- und Landebahnen nicht mehr möglich sind. Der Gegenvorschlag des Vereins Flugschneise Süd Nein (VFSN) geht weit über die Forderung der Behördeninitiative hinaus und verlangt zusätzlich ein Verbot für den Bau von neuen Schnellabrollwegen und die Streichung der Südanflüge. Im Weiteren sollen über dicht besiedeltes Gebiet führende Flugrouten, die nach dem Jahr 2000 eingeführt wurden, rückgängig gemacht werden.

Die Behördeninitiative und der Gegenvorschlag zementieren damit die heutigen äusserst komplizierten Flugbetriebsverfahren und verunmöglichen sämtliche Veränderungen, welche zu einer Vereinfachung der Verfahren und dadurch zu einer Verbesserung der Sicherheit beitragen würden. Die im Gegenvorschlag enthaltene Streichung der Südanflüge würde ausserdem die Flugsicherung dazu zwingen, auf den mit der heutigen Routenführung schwierigeren Ostanflug auszuweichen. Die in den letzten Jahren aufgetretenen Vorfälle haben gezeigt, dass das System Flughafen Zürich wegen der zahlreichen lärmpolitischen Beschränkungen bereits heute sehr komplex ist und damit störungsanfällig ist. Um die Abläufe zu vereinfachen, müssen deshalb auch in Zukunft Veränderungen am Pisten- und Flugroutensystem möglich sein. Jede Änderung am bestehenden Pistensystem bedarf nach geltendem Recht ohnehin einer Volksabstimmung. Neue Einschränkungen, welche die Komplexität noch weiter erhöhen, sind für die Sicherheit am Flughafen Zürich jedenfalls nicht tragbar.

Uns Flugverkehrsleitern liegt die Flugsicherheit besonders Herzen. AEROCONTROL empfiehlt daher, sowohl die Initiative als auch den Gegenvorschlag abzulehnen. Stimmen Sie am 27. November 2011 2x NEIN und sagen Sie damit Ja zur Sicherheit am Flughafen Zürich!

Aerocontrol Switzerland Medienstelle

Mario Winiger Telefon

+41 76 558 53 30

e-Mail media.zrh@swissatca.org

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Aerocontrol Switzerland vertritt nahezu 200 Flugverkehrsleiter in Zürich und Bern. Der Berufsverband setzt sich für die Gewährleistung eines sicheren und effizienten Luftverkehrs im vom schweizerischen Flugsicherungsunternehmen skyguide kontrollierten Luftraum und auf den unter dessen Kontrolle liegenden Flugplätzen ein. Er wahrt zudem die beruflichen und sozialen Interessen der durch ihn vertretenen Flugverkehrsleiter und pflegt eine enge Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Organisationen und Interessenvertretungen


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