Verfasst von: aeropersredaktion | 31/01/2012

Unterschriftensammlung gegen EASA FTL auf www.flugdienstzeiten.ch

Medienmitteilung der AEROPERS-SwissALPA vom 31. Januar 2012

Unterschriftensammlung gegen EASA FTL auf www.flugdienstzeiten.ch

Nachdem die EASA im Jahr 2010 eine Gesetzesvorlage bezüglich neuer Flugdienstzeiten veröffentlicht und dabei wissenschaftliche Erkenntnisse zu Fatigue weitgehend unbeachtet gelassen hat, sind Verbände und Bevölkerung erfolgreich dagegen Sturmgelaufen.

Im Januar diesen Jahres hat die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) einen überarbeiteten Entwurf von neuen Vorschriften vorgestellt, die Sicherheitsrisiken durch Übermüdung von Piloten bekämpfen sollen. „Der Entwurf enthält nur minimale Verbesserungen und im Gegensatz zur US Luftfahrtbehörde ignoriert die Europäische Behörde weiterhin die wissenschaftlich nachgewiesenen Gefahren der Übermüdung. Piloten dürften nach diesen Regelungen ein Flugzeug landen, nachdem sie schon 21 Stunden wach waren“ erklärt Rolf Odermatt, Präsident der AEROPERS-SwissALPA

„Jeder Mensch, der sich an Bord eines Flugzeugs begibt, hat das Recht auf eine ausgeruhte und belastungsfähige Besatzung. Fälle wie die Landung auf dem Hudson River in New York wären mit einer übermüdeten Crew sicherlich nicht so glimpflich ausgegangen“, so Odermatt weiter.

Die Verbände kämpfen für sichere Flugdienstzeiten und verlangen eine deutliche Verbesserung der veröffentlichten Vorschläge. Dafür sammelt SwissALPA, als Vertretung aller Schweizer Linienpiloten, Unterschriften auf www.flugdienstzeiten.ch. „Die Politik darf die Chance nicht verpassen, dass Passagiere an Bord europäischer und schweizerischer Flugzeuge auch in Zukunft sicher und zuverlässig ans Ziel kommen“, sagt Henning M. Hoffmann, Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der AEROPERS-SwissALPA.

www.flugdienstzeiten.ch


Responses

  1. Sorry miteinander,

    aber diese ganze Aktion scheint mit in die simple Richtung „mehr Geld für weniger Arbeit“ zu gehen.

    • Anmerkung der Redaktion: Dieser Eindruck ist ein falscher Eindruck. Es geht hier um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Europäischen Luftverkehrs. Jeder Passagier hat einen Anspruch darauf sicher von A nach B zu fliegen. Diesen Anspruch wollen wir erfüllen und zwar ganz und gar. Wir können nicht akzeptieren, dass einerseits Ruhezeiten verkürzt und andererseits Flugzeiten verlängert werden. Es geht hierbei um das Interesse von Euch allen – von jedem Passagier.


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