Verfasst von: aeropersredaktion | 13/10/2013

Associations of Star Alliance Pilots (ASAP) fordert Gesamtarbeitsverträge für Leihpiloten

Wie unserer Medienmitteilung  vom 11. Oktober 2013 zu entnehmen ist, waren wir von AEROPERS-SwissALPA letzte Woche in Washington an der Associations of Star Alliance Pilots (ASAP) Konferenz vertreten. Neben anderen wichtigen Themen ging es dort auch um die gerade aktuelle Thematik der Leihpiloten. Weil Sicherheit und Zuverlässigkeit unser aller oberste Zielsetzung bleiben müssen und nicht dem gnadenlosen Wettkampf zwischen Billig- und „normalen“ Airlines geopfert werden dürfen, ergab die Diskussion ein deutliches Statement: „Unabhängig ob festangestellt oder befristet, sollen alle Piloten, welche im kommerziellen Verkehr einer Fluggesellschaft oder deren Konzerngesellschaften tätig sind, im Rahmen eines gültigen Gesamtarbeitsvertrages (GAV) angestellt sein.“

Unsere Medienmitteilung im Detail:

Medienmitteilung der AEROPERS-SwissALPA vom 11. Oktober 2013

Associations of Star Alliance Pilots (ASAP) Konferenz

In den vergangenen zwei Tagen ist der Verband der Piloten der Star Alliance Airlines (ASAP) in Washington D.C., USA zusammengekommen. Die Star Alliance ist ein Zusammenschluss von weltweit 28 Fluggesellschaften, welche ihre Flüge gemeinsam vermarkten. Die ASAP setzt sich aus Vertretern der jeweiligen Pilotenvertretungen zusammen und bündelt so die Interessen von rund 50.000 Piloten in der Star Alliance.

Neben Vorträgen und Experteneinschätzungen zur weltweiten Entwicklung der Aviatikbranche wurden auch die verschiedenen Standards der Arbeitsbedingungen, Kranken- und Altersvorsorge diskutiert. Besonders kritisch wird die Entwicklung der Leihpiloten, im speziellen bei Ryanair, Easyjet und Norwegian beobachtet und die Teilnehmer der ASAP Konferenz haben folgenden Grundsatz zur Beschäftigung von Piloten beschlossen:

„Unabhängig ob festangestellt oder befristet, sollen alle Piloten, welche im kommerziellen Verkehr einer Fluggesellschaft oder deren Konzerngesellschaften tätig sind, im Rahmen eines gültigen Gesamtarbeitsvertrages (GAV) angestellt sein. Dieser soll von einer anerkannten Pilotenvertretung mit der Fluggesellschaft, welche die Flugbetriebserlaubnis (AOC) hält und die operationelle Verantwortung trägt, ausgehandelt worden sein.

Als Konzerngesellschaften werden alle Firmen, welche unter direkter, indirekter oder gemeinsamer Kontrolle der Fluggesellschaft stehen, angesehen.“

Der Vorsitzende aller Star Alliance Piloten, Kapitän Ron Abel von United Airlines bekräftigt: „Der Austausch und die Diskussionen untereinander sind, insbesondere im Hinblick auf die stetig steigenden Belastungen und den Druck auf das Personal ungemein wichtig und wertvoll.“

„Wir bündeln gemeinsame Ressourcen und können Erfahrungen nutzen, um kommende Herausforderungen zu bewältigen“, ergänzt Kilian Kraus, Vizepräsident der AEROPERS.


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