Verfasst von: aeropersredaktion | 07/05/2014

Swiss verweigert Verhandlungen mit AEROPERS

Swiss hat das für die Luftfahrt kritische erste Quartal des Jahres mit einem Gewinn von 3 Millionen Schweizer Franken abgeschlossen. Das wurde gestern von Swiss bekanntgegeben. Für das Jahr 2014 wurde die Gewinnerwartung gegenüber 2013 dementsprechend nochmals angehoben. Vielen Dank den Mitarbeitern die jeden Tag motiviert dazu bereit sind, eine „extra Meile“ zu gehen. Trotzdem versucht Swiss von allen Mitarbeitergruppen erhebliche Zugeständnisse. Nach diversen abgelehnten GAV Abstimmungen und abgebrochenen Verhandlungen in allen Unternehmensbereichen dürfte die Motivation nun aber deutlich gedämpft sein.

In ihrer Medienmitteilung vom 06.05.2014 behauptet Swiss, dass sie sich für den geplanten Strukturwandel in Gesprächen mit den Personalverbänden befindet.

„…SWISS wird den nötigen Strukturwandel dennoch einleiten und steht diesbezüglich weiter im Gespräch mit den Personalverbänden. Das Ziel bleiben sozialpartnerschaftliche Lösungen…“

Das stimmt nicht! Swiss verweigert bisher jegliche Einbindung der AEROPERS Piloten. AEROPERS hat zu jederzeit Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft bekundet. Ganz im Sinne der Sozialpartnerschaft! Und daran halten wir gerne fest.

 


Responses

  1. Nun läuft das eben so wie Harry dies angekündigt hatte.

    Objektiv betrachtet nimmt der Druck auf Swiss und den europäischen Markt stetig zu das sehen viele NUR nicht wir Piloten.
    Swiss muss sich Verändern in den Strukturen und wir haben die Chance einfach verpasst bzw. uns derer verweigert.

    Und nun an die Öffentlichkeit zu gehen oder immer wieder dies öffentlich zu rechtfertigen etc wäre mMn nur ein Eigentor. Siehe Lufthansa Streik.
    Ich unterstütze dies in kleinster Weise und will MEIN persönliches Image als Swiss Pilot nicht durch die Aktion Anderer in Mitleidenschaft ziehen lassen. Der GAV war akzeptabel !

  2. Hallo Airbusler

    Wir sind uns alle dessen bewusst, dass es diesen Druck gibt. Deshalb haben wir ja auch gemeinsam mit IPG und Teilen des Managements eine sehr gute Lösung angeboten, die auch sehr gute Chancen in einer Abstimmung gehabt hätte. Diese wurde dann aber leider von gewissen Managern auf dem Altar einer übertriebenen Sparwut geopfert. Irgendwo muss man schliesslich eine Grenze ziehen, bevor die Vernunft der Sparwut zum Opfer fällt. Das Management hat eine historische und vielleicht einmalige Chance fahrlässig durch zu hohe Forderungen verpasst. Nach den Drohungen im Rahmen der Verhandlungen sollen nur Tatsachen geschaffen werden, die wirtschaftlich, objektiv gesehen völligen Unsinn darstellen, aber das Ego gewisser Manager befriedigen.

    Wir sind weiterhin bereit für Gespräche und Verhandlungen zur Findung von trag- und mehrheitsfähigen Lösungen. Dies war immer so und bleibt auch weiterhin so.

    Als zuverlässiger Sozialpartner ist es nicht unsere Absicht, in den Kampf zu ziehen. Aber wenn man uns keine Wahl lässt, werden wir uns wehren. Vor allem, wenn hunderte unserer Arbeitsplätze bedroht werden.

    Beste Grüsse
    AEROPERS

  3. Hallo,

    Besteht nun eigentlich noch eine reelle Chance auf einen GAV14 „2.0“? Ich denke es wird doch möglich sein mit allen 3 betroffenen Parteien eine vertretbare Lösung zu finden?
    Man muss sich doch nur noch einmal gemeinsam mit der Aeropers, IPG und der SWISS an einen Tisch setzen und die Punkte diskutieren, die zu der Ablehnung der SWR Piloten geführt haben. Meiner Meinung nach ist eine faire und theoretisch problemlose Einflottung der neuen Flugzeuge nur mit gemeinsamer Stärke machbar. Alles andere führt nur zu firmeninternen Unruhe, Unzufriedenheit und Missvertrauen.
    Ich hoffe, dass unser Herr Hohmeister nochmal seinen Kurs ändert und den meiner Meinung nach richtigen Weg einschlägt und sich auf neue Verhandlungen mit den Gewerkschaften einlässt – und das am besten sehr bald!

  4. Ich denke nicht das es einen GAV 2.0 geben wird dafür fehlt einfach die Zeit. Dies wurde aber auch ganz klar kommuniziert !! Wir haben uns in unserer Position einfach zu sicher gefühlt und gedacht das wir uns auch ein NEIN leisten können. Dies war eine fatale Fehlentscheidung und ich verstehe beim besten Willen nicht wieso sich das niemand eingestehen will.

    Darüber hinaus sollten wir mal eins klarstellen was hier immer geschrieben wird.

    Die Aeropers bzw viele Piloten bringen immer nur ein Argument.
    Drohungen, Sparwut, Schürfung von Ängsten durch das Management !!!

    Peinlich, hört auf damit !!
    Das ist einfach nur lächerlich sich darauf zu berufen. Es wurde von Anfang an klar kommuniziert was im Falle eines Nein geschieht. Die Pläne gab es doch schon von Anfang an aber jeder hat sich auf seine „Machtposition“ verlassen und gedacht man könne sich ja alles erlauben. Auf die eigene Nase gefallen kann ich dazu nur sagen. Und jetzt Banner zu bemalen etc und an die Öffentlichkeit zu gehen halte ich für eine sehr unkluge Aktion, schliesslich haben WIR mit NEIN gestimmt !

  5. Welche Verhandlungen denn? Unser Vertrag läuft ja auch nicht aus !! Und in Verhandlungen sind Sie ja mit der IPG und Kabine also worüber beschwert sich hier die Aeropers ?

  6. Vielen Dank für den Kommentar. Die Drohungen waren uns allen in der Tat bekannt. Das macht sie aber noch lange nicht nachvollziehbar und stellte keine Rechtfertigung für den geschäftspolitischen Irrsinn dar, den ihre Umsetzung darstellen würde.

    Das Management konnte auch bis heute keine nachvollziehbaren Berechnungen vorlegen, warum eine Auslagerung billiger sei, als die Operation bei uns.

    Zudem verstärkt sich immer mehr der Eindruck, dass es hier in Wirklichkeit gar nicht um Einsparungen geht, sondern um einen Angriff auf einen Sozialpartner und dessen Existenz, wenn nicht sogar um einen Angriff auf beide Pilotenverbände, wenn man es genau betrachtet.

    Ohne Rücksicht auf Verluste – unsere Airline ist ein Dienstleistungsunternehmen, dessen Qualität unter anderem im direkten Kontakt des Personals mit den Kunden wahrgenommen wird – wird hier die erfolgreiche Kultur der Sozialpartnerschaft des Konsens mit Füssen getreten und versucht, eine Kultur des Diktats einzuführen.

    Wenn einer zur Vernunft kommen und einsehen muss, dass er Unrecht hatte, dann das Management. Und zwar bevor der CEO im Alleingang die Firma an die Wand fährt, wie wir das einmal schon vor 13 Jahren erlebten. Wir wehren uns gegen diesen Kurs im Sinne des künftigen Wohls aller Arbeitnehmer der Swiss und ihrer Kunden.

  7. Wer behauptet denn, dass es Irrsinn ist?

    Uns liegen die Pläne nicht vor oder? Und bei Tyrolean Airways hat dies ebenso funktioniert !! (das wollte ja niemand glauben)

    Wenn es keine konkreten Pläne zur Einsparung gäbe, resultiert daraus auch kein GAV bzw wird die Firma nicht an die Wand gefahren ! Insofern wird es schon Möglichkeiten geben wie die Swiss das mit der IPG angeht.

    Sollten wir nicht lieber eine Strategie für 2016 suchen, denn jetzt liegt es nicht in unserer Hand und wir würden es uns nur verscherzen.

  8. Wir behaupten, dass es Irrsinn ist, eine gut funktionierende Firma sozialpolitisch „an die Wand zu fahren“, denn dann wird sie auch wirtschaftlich angeschlagen, und wir sind überzeugt davon, dass wir damit nicht alleine stehen. Es macht weder sozialpolitisch, noch wirtschaftlich Sinn, die Operation der B777 an Swiss European auszulagern. Die Geschäftsleitung wird keine Einsparungen generieren, im Gegenteil.

    Tyrolean ist in dem Zusammenhang ein gutes Beispiel dafür, wie die Lufthansa als Konzernmutter es geschafft hat, dass es einen Zwangsmerger gab, der zu einer fast unüberwindbaren Kluft zwischen den verschiedensten Mitarbeitergruppen führte, so dass es z.B. im Cockpit teilweise schon sicherheitsrelevant ist. Überdies gibt es zahlreiche Gerichtsverfahren aller Beteiligten gegen alle Beteiligten, die sicherlich nicht zu einer nachhaltigen Gesundung der neuen Tyrolean führen. Ein warnendes Beispiel, aber wichtig zu nennen, vielen Dank.

    Wir haben bereits eine Strategie für die Zeit bis 2016, und darüber hinaus, und das ist gut und wichtig. Da stimmen wir Ihnen absolut zu. Diese Strategie werden wir umsetzen, sofern die Geschäftsleitung weiterhin der Auffassung ist, dass sie, ohne wirtschaftlichen Grund und rein persönlich motiviert, unsere Arbeitsplätze auslagern kann und wir würden nur zuschauen. Dies wäre ein grosser Irrtum der Geschäftsleitung. Aber dessen sind sich deren Mitglieder bestimmt bewusst.


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