Verfasst von: aeropersredaktion | 25/09/2014

AEROPERS reicht Klage gegen Swiss wegen Vertragsbruch ein

Medienmitteilung der AEROPERS-SwissALPA vom 25. September 2014 

AEROPERS reicht Klage gegen Swiss wegen Vertragsbruch ein

Nachdem in den Gesprächen mit dem Management der Swiss keine Einigung gefunden werden konnte, sieht sich der Pilotenverband AEROPERS gezwungen, zur Sicherung seiner Rechte aus dem GAV2011 eine Klage beim zuständigen Gericht einzureichen. Ein Hauptstreitpunkt bei den Gesprächen war der Schutz der Marke Swiss und damit der Schweizer Qualität. Darüber hinaus wirft AEROPERS der Swiss Vertragsverletzungen ihres GAV vor und leitet deshalb nun die gerichtliche Klärung ein. AEROPERS warnt vor der Zerstörung der Marke Swiss, wenn das Management so weitermache.

Man habe dem Management im Vorfeld ein Verhandlungspaket unterbreitet, welches massive Einsparungen und für die Swiss eine gesunde Basis für deren Zukunftsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit geboten hätte. Einzige Forderung der AEROPERS sei eine vertragskonforme Einführung und Operation der neuen Boeing 777 gewesen, die zu Beginn des Jahres 2016 zur Flotte hinzustossen wird. Zudem habe man auf dem Markenversprechen bestanden: „Wo Swiss drauf, ist Swiss drin“.

„Unser GAV sieht vor, dass die Langstreckenoperation von erfahrenen Piloten der AEROPERS geflogen wird. Diese vertragliche Verpflichtung hat die Swiss durch den Abschluss des GAV2014-Plus gebrochen, was wir nicht akzeptieren können“, so Rolf Odermatt, Präsident der AEROPERS.

Der Verband wirft dem Management mehrere Vertragsverletzungen vor:

  • Verletzung des Mitwirkungsgesetzes
  • Verstoss gegen die Friedenspflicht
  • Verstoss gegen die Treuepflicht
  • Verletzung des Unterwanderungsschutzes
  • Verletzung der Rechtswahrungs- und Überbindungspflicht (Unzulässige Auslagerung von Teilen der Langstreckenoperation)
  • Verstoss gegen die Verhandlungspflicht

Man habe das Management im Vorfeld und auch in den Gesprächen der letzten Wochen mehrfach auf diese Verletzungen hingewiesen. AEROPERS habe dennoch eine Lösung für die anstehenden Probleme der Swiss, wie zum Beispiel der Einflottung der Boeing 777, angeboten, auch um die Swiss wettbewerbsfähig zu halten und den wirtschaftlichen Erfolg weiter zu unterstützen.

„Leider hat das Management unsere Lösungsvorschläge abgelehnt und uns keine Wahl mehr gelassen, als nun die Gerichte anzurufen“, so Odermatt weiter. „Wenn die Mitarbeiter vom deutschen Management gezwungen werden sich rechtlich zu wehren, dann kann man nicht mehr von einer Schweizerischen Sozialpartnerschaft sprechen. Diese ist für das Management offenbar nicht existent“. Mit der Strategie der Verwässerung des Markenversprechens und den permanenten Angriffen auf die in der Schweiz so erfolgreiche Sozialpartnerschaft fahre das deutsche Management einen gefährlichen Kurs.


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