Verfasst von: aeropersredaktion | 22/12/2015

AEROPERS-Medienmitteilung: 2015 „Das Ende der schwarzen Wolken am Luftfahrthimmel?“

Gestern haben wir seitens AEROPERS-SwissALPA die folgende Medienmitteilung veröffentlicht. Diese ist auch auf unserer Website zu finden.

Der Lufthansa Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr gönnt sich nach Medienberichten eine satte Gehaltserhöhung. Auch der scheidende Swiss CEO Harry Hohmeister wird als Vorstandsmitglied der Lufthansa in Zukunft 100’000.- Euro zusätzlich in der Tasche haben. Ist dies das Ende der „Schwarzen Wolken am Horizont“ oder predigt der Vorstand Wasser während er Wein trinkt?

„Schwarze Wolken am Horizont“, dass sind die jährlich wiederkehrenden Ankündigungen der Manager bei Lufthansa, Swiss und Austrian. „Deshalb muss der Gürtel noch enger geschnallt werden!“ und „Die Zitrone ist nie genug gequetscht“ sind Zitate aus der Chefetage des Lufthansakonzerns, zu dem auch Swiss und Austrian gehören.

Weil die Mitarbeiter mit bisher unbekanntem Druck auf einen harten Sparkurs getrimmt werden erodieren die Arbeitsbedingungen im Lufthansa Konzern. Beschneidungen der Löhne, höhere Produktivität, und Einschnitte in der Pensionsabsicherung sind nur einige Zugeständnisse die u.a. viele Piloten im Konzern bereits hinnehmen mussten. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland durch den Aufbau von Eurowings hat begonnen.

Der Vorstand predigt Wasser und trinkt selbst den Wein. Nach Medienberichten genehmigt sich der Lufthansa Vorstand zum Jahresende eine satte Gehaltserhöhung. Das Lufthansa Management rechtfertigt sich mit dem Hinweis, dass es zuletzt 2008 eine Erhöhung der Vorstandsbezüge gegeben hätte.

Für die AEROPERS steht diese Gehaltserhöhung vor dem Hintergrund des Spardrucks auf die Mitarbeiter in keinem Verhältnis. Speziell, wenn man auf die Entwicklung der letzten Jahre blickt: Gemäss den Geschäftsberichten der Lufthansa bezog der Konzernchef der Lufthansa im Jahr 2008 ein Grundgehalt in Höhe von 762’000 Euro. Ausgehend von einer 14-prozentigen Lohnerhöhung gegenüber der Vergütung von 2014 wird das Grundgehalt im kommenden Jahr 1’183’000 Euro betragen. Dies entspricht seit 2008 einer Lohnerhöhung um satte 55 Prozent.

Nur die Bedingungen der Arbeitnehmer im Konzern werden konsequent dem Spardruck unterworfen. Völlig unverständlich ist dabei, dass im Gegenzug die Gesamtvergütung des Lufthansa Vorstandes geradezu explodiert ist. So kostete das oberste Management des Konzerns, bestehend aus drei Vorständen, 2005 den Konzern rund 3,1 Millionen Euro. 2014 beliefen sich die Kosten für das aus fünf Vorständen bestehende Gremium auf ganze 8 Millionen Euro.
Diese Kostenexplosion von über 158 Prozent steht in keinem Verhältnis zum Spardruck, den das Management auf die eigenen Mitarbeiter ausübt.

Es bleibt zu hoffen, dass die Gehaltserhöhung der Vorstände ein Zeichen für das Ende der ständig präsenten schwarzen Wolken am Himmel ist. Über 15 % Gehaltserhöhung würde sich wohl jeder Mitarbeiter im Konzern freuen.

 


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